Ein Video-Gruß von #zweiraumsilke an alle Leser:

7 Dinge, woran ein Papa merkt, dass er zu wenig Schlaf hat

Einige Woche hat es gedauert, bis ich wieder einen Gastautor überzeugen konnte, sich in die Niederungen von Da ist jemand müde hinabzubegeben. Diesmal ist es ein Text, der sich äußerst kritisch mit diesem Blog auseinandersetzt, aber gleichzeitig auch konstruktiv versucht, eine neuen Weg der inhaltlichen Verbesserung einzuläuten.

Zum Autor: Konrad ist Vater von 2 Töchtern, Buchautor,  Matschläufer und Bloggerexperte.
Noch hat Konrad keinen eigenen Blog,  er hat mir aber mal erzählt, dass er sich einen Blog für und über "laufende Papas" vorstellen könnte. Ich habe ihm daraufhin gesagt, dieses Konzept verstehe ich nicht, da ist ein Anfangsbuchstabe falsch.

Da Gastbeiträge allesamt auch als Hörversion angeboten werden, gibt es auch diesen hier im schicken Audioformat zum Reinhören und Lauschen.

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Dieser Blog ist die größte Mogelpackung, die ich unter all den Papabloggern je gesehen habe! Wenn ein Blog “da ist jemand müde” heißt, erwartet man da nicht ganz viele Geschichten und Anekdoten rund um das Thema Müdigkeit? Also ich schon. Doch bei der ausgiebigen Recherche durch all die flachen Tiefen dieses Blogs bin ich lediglich auf 1 Beitrag (“#zweitausenddank silke”) gestoßen, der einem zumindest im Teaser Hoffnung macht. Doch wer sich wie ich davon verleiten lässt, wird auch hier maßlos enttäuscht.

Klar, jetzt wird der Autor mir wahrscheinlich trotzig an den Kopf werfen, dass es hier ganz oft um Bücher geht, die Anton sicherlich häufig vor dem Schlafen liest bzw. vorgelesen bekommt. Und dieser Anton ist dann bestimmt häufig auch müde. Doch das lasse ich nicht gelten.

Ich würde gerne viel mehr Geschichten darüber lesen, wie die beiden Söhne des Autors Michael müde lustige oder nervige Dinge tun und erleben. Und auch, warum der Autor selbst eigentlich immer müde ist - das steht zumindest so in seinem Profil.

Und um die Wende dieses Blogs einzuläuten, fang ich gleich mal mit einem echten Müdigkeits-Beitrag an!

Die Müdigkeits-Checkliste eines Papas

  1. Welcher übermüdete Papa kennt es nicht - dieses qualvolle Durchhalten beim Vorlesen einer auch beim 47. Lesevorgang wahnsinnig spannenden Gute-Nacht-Geschichte. Immer mehr sinkt das Lesetempo, die Konzentration schwindet und die schweren Augen fallen zu. Und dann schreckst du mit einer blutenden Nase auf, weil die 60 Seiten Hardcover Gute-Nacht-Geschichten das Gleichgewicht verloren haben und direkt auf deinem Gesicht gelandet sind.
     
  2. Wenn du als Papa schon mal Nachts in der Verantwortung warst, ein frisch erwachtes Kind wieder zum Schlafen zu bringen, kennst du die goldene Regel: Jetzt bloß keine hastigen Bewegungen und erst recht - auf gar keinen Fall - Lärm machen. Also bleibt das Licht aus beim Herumtragen. Wer allerdings in einer solchen Situation schon mal viel zu müde war oder selbst einfach nicht richtig wach geworden ist, weiß, dass der Mensch tatsächlich im Stehen bzw. sogar im Gehen einschlafen kann. Besonders nützlich ist das jedoch nicht. Denn das schmerzhafte Wachwerden durch die Kontaktaufnahme mit einem umherstehenden Stuhl oder Tisch sind vorprogrammiert. Und schon keine 3 Sekunden später merkst du, dass die Schmerzen nicht dein größtes Problem sind. Denn durch den Lärm ist dein Nachwuchs jetzt definitiv komplett wach.
     
  3. Eine noch höhere Disziplin erfordert das Einnicken bei vollem Tageslicht - während du gerade eine Klopapierrollen-Maus bastelst. In einem solchen Szenario gibt es in der Regel zwei Eskalationsstufen. Stufe 1: Papa schneidet sich in die Hand und ist wach. Stufe 2: Papa legt den Kopf auf dem Holzmaltisch ab und der Nachwuchs klebt fleißig die selbst ausgeschnittenen Kreise auf Papas Stirn, Wange und auch Haare. Papa bleibt nicht wach.
     
  4. Das definitiv etwas mit deinen Schlafgewohnheiten nicht stimmt, merkst du als Papa auch, wenn du morgens um halb vier - noch weit vor Sonnenaufgang - im Schlafgewand auf die Straße musst. Ein Spaziergang mit dem an Wachheit erkrankten Nachwuchs steht an. Zu toppen eigentlich nur von dem untröstlichen Fakt, dass die Kleine leider trotz 60 minütigen und locker 5 km Fußmarsch keinerlei Anzeichen macht, noch einmal einzuschlafen. Zurück um halb fünf leckst du nun die seelischen Wunden und bereitest das vorgezogene Frühstück vor.
  5. Du als Papa solltest definitiv hellhörig werden, wenn du wie jeden Morgen mit der S-Bahn zur Arbeit fährst. Nur 4 Stationen. Nur 10 Minuten. Du dir aber erst nach 15 Minuten Fahrt die verträumten Augen reibst. Dann heißt es aussteigen, einsteigen, zurück fahren und auf gar keinen Fall wieder einschlafen!
     
  6. Grundregel Nummer 1 für das umgekrempelte Leben mit Kind: Ausschlafen gibt es nicht mehr. Das kann mir sicherlich fast jeder Papa bestätigen. Also sucht man sich jeden noch so schmalen Strohhalm, der einen auch nur ein paar Minuten Ruhe bringt und die Augen schließen lässt. Besonders kinderunfreundlich wird es dann, wenn du deinem Kind das Tablet vor die Nase setzt, dich daneben auf den Boden legst und einnickst. Wer auf diese Weise seinen Akku aufladen muss, um den Tag zu überleben, hat definitiv zu wenig Schlaf.
     
  7. Der letzte Punkt in der Müdigkeits-Checkliste: Du liegst wie jeden Abend neben deinem Kind im Bett für die Bettlektüre. Doch wenn du beim Vorlesen des Kinderbuchs “Die Schildkröte Lina” immer wieder angeschrien wirst von einer jammernden Stimme neben dir, weißt du, dir fehlt Schlaf. Denn es ist dein Nachwuchs, der dich immer wieder wach rüttelt und schreit, weil er endlich über die Zeilen von Seite 1 hinaus kommen möchte. Also reiß dich zusammen und konzentrier dich!

Ich fordere mehr Müdigkeit in diesem Blog und für die Welt!!!!!

 

8 Dinge, dich ich als Papa nicht bereue

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