Was Michael auf seinem Blog über das Elternleben schreibt ist großes Kino. Wohl einer der besten Elternblogs - und: aus Nürnberg!  - nueww.de

Ein Video-Gruß von #zweiraumsilke an alle Leser:

Warten

Wir warten. Wir warten auf Nachwuchs. Der errechnete Geburtstermin liegt jetzt schon paar Tage in der Vergangenheit und wir warten weiter.  Sehr viel mehr kann man ja nicht machen.

Laut Hebamme im Übrigen geht es nicht los, wenn ich - der Vater - nicht da bin. Das ist schon einmal ein wesentlicher Unterschied zu Meetings in der Arbeit, die starten auch ohne mich.

Um ehrlich zu sein, bin ich von dieser Hebammen-Aussage nicht ganz überzeugt. Ich glaube viele Geschichten gehört zu haben, wo der Vater nicht “da war” und es dennoch losging.  Aber sei es drum. Ich höre hier auf die Hebamme und freue mich, dass ich solch eine wichtige Aufgabe bei der Geburt habe: Ich übernehme das “Da sein” und bin dadurch ein Art menschlicher Wehen-Tee und Geburtskatalysator. Toll.

Und “Da sein” kann ich nämlich ganz gut. Besser als “Weg sein”.
Naja, ich kann es nicht ganz so gut wie Bernhard Brink, der nicht nur “ Da ist”, sondern gleich mal “immer da ist”. Angeber. 

Eine Begleiterscheinung des Wartens ist, dass alle anderen um einen herum auch Mitwarter sind. Freunde, Kollegen und vielleicht auch die Kollegen von Freunden. Und weil die anderen auch nicht mehr warten wollen, fragen sie gerne nach, ob sie denn aufhören können mit dem Warten. Das müssen wir derzeit noch verneinen. Als kleinen Service für alle Wartenden, gibt es unter isseschonda.kristmitk.de einen kompakten Live-Ticker, der Klarheit verschafft, ob sie denn schon da sei.

Im Juli geht es dann hier bei Da ist jemand müde weiter. Vielleicht mit spannenden Themen wie “Die 5 größten Unterschiede von Geburt und Business Meetings”, “9 Tipps zum effektiven Da sein vor und während der Geburt.” oder “Vornamen - ein Reise in die suchmaschinenoptimierte Welt der Namensfindung."

Mal sehen.

Bröselige Vaterfreuden