Was Michael auf seinem Blog über das Elternleben schreibt ist großes Kino. Wohl einer der besten Elternblogs - und: aus Nürnberg!  - nueww.de

Ein Video-Gruß von #zweiraumsilke an alle Leser:

Volles Mutterschiff

Mit den Jungs waren wir gestern auf einem Konzert. Wir haben uns die Band #zweiraumsilke angeschaut. Eine ganz besondere Band. Nicht nur - aber auch - weil sie einen feinen, kleinen Song über Da ist jemand müde geschrieben haben.  

Während Anton das ganze Set in vorderster Reihe auf der Bühne erlebt hat, war Xaver teilweise vorne, dann bei uns/ auf uns,  kurz im Hinterraum der Location und dann wieder vorne zu finden. Xavers Blick ging auch meist mehr Richtung Publikum und in Richtung winkende und tanzende Menschen als in Richtung Bühne. 

Als Eltern, die ihre Aufsichtspflicht ernst nehmen, haben wir uns selbstverständlich in der Nähe unserer Kinder positioniert. Das war also ganz vorne.  Zweite Reihe sozusagen. Nun war es nicht so, dass wir eine Stunde vor Konzertbeginn schon den Platz hatten, sondern wir haben uns paar Minuten vor Beginn unseren Weg 2 Meter weiter nach vorne gebahnt. Als wir unseren Spot hatten, kam das bei der Generation Snapchat in diesem Quadranten nicht so gut an: So wies mich ein Mädchen wiederholt daraufhin, dass das überhaupt nicht ginge, dass ich hier auftauche. Und sie möchte nicht - ich wiederhole nicht - angetatscht werden. Ihre Freundin fand es auch kacke, dass wir hier so kurzfristig auftauchen und der Typ neben mir musste dann auch noch den beiden beipflichten. Ich fühlte ein großes Whatthefuck, verbalisierte Unverständnis, schaute mich um, ob alle anderen um mich herum feste Sitzplätze hatten und verstand die Welt nicht mehr: Alle taten so als ob wir bei #keinraumsilke wären und ich sah nur viel Platz für alle und einen scheiss-verdammten unbestuhlten Zuschauerraum vor einer Konzertbühne.

Nach paar Songs kamen Freundinnen der Snapchat-Mädls einfach so auch zu uns nach vorne. In dem Moment habe ich strengste Zurückweisung erwartet, weil das ja so nicht geht und das Boot aka Mutterschiff ja bei uns anscheinend schon voll war. Aber in diesem Fall ging es. Man umarmte sich und schwoofte gemeinsam weiter. Da soll noch mal einer schlau werden!

Aber zurück zum Konzert. Ich hatte meinen Spaß, freute mich vor allem, dass Anton endlich #zweiraumsilke sehen konnte, er begeistert vorne saß und aus dem Staunen und Gucken nicht mehr rauskam. 

Ich habe die Eindrücke des Konzerts bei Anton sacken lassen und habe ihn heute kurz interviewt. Im Interview blieben wir nicht  allein, weil Xaver auch seinen Teil beitragen wollte. So viel sei verraten: Xavers Einschätzung des Konzerts ist eine ganz andere. Aber hört selbst.

Anton und Xaver besprechen #zweiraumsilke

Ich bin kein Psychologe, aber